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Lichttonverfahren

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Geschichte der Schallübertragung mittels lichtempfindlicher Elemente

Graham Bells Photophon

1880 Drahtlose Übertragung von Schallwellen mittels Kalklicht und einer Selenplatte.

Ruhmers Photographon

Ernst Walter Ruhmer führte Bells Experimente weiter. Um 1900 entwickelte er das Photographon1. Dabei nutzte er das schon erforschte Prinzip der „sprechenden“, d.h.mit Schalwellen modulierbaren, Kohlenbogenlampe.

Projektophon

1914 übernimmt Denes von Mihaly von Pineaud die Idee Töne nach den vorhergehenden Verfahren auf den Filmrand aufzuzeichnen. 1917 bringt er beinflußt auch von Ruhmer den ersten Lichttonfilm, das Projektophon heraus.

1916 experimentiert der US-Amerikaner Theodore Willard Case (Movietone) zum ersten Mal mit einer Thalosid-Photozelle.

Tri-Ergon

1919 betritt die Erfindergruppe Triergon die Bühne

1922 stellen sie ihr Verfahren vor, aber in Deutschland hält man am stummen Kunstfilm fest.

Lee deForest in den USA

Arnold Poulsen und Axel Petersen Dänemark

Tri-Ergon Grammophonplatte
Eine Grammophonplatte, aufgenommen im Lichttonverfahren nach Tri-Ergon, aus unserer Sammlung.

Einem der Tri-ergon Erfinder, Joseph Massolle, ist durch die Tri-Ergon-Stiftung in seiner Heimatstadt Bielefeld gerade ein Museum, das MUMA-Forum gewidmet worden. Dieses muß er sich allerdings mit dem ungleich bekannteren Bielefelder Friedrich Wilhelm Murnau teilen.

Klangfilm brachte 1929 das Uniton Lichttongerät als Universal-Lichtton-Ansatzgerät für alle Malteserkreuz-Projektoren heraus. Für den Mechauprojektor gab es eine Spezialausführung dieses Ansatzgerätes. Hier stellen wir aus unserer Sammlung das Klangfilm Uniton für Malteserkreuz-Projektoren in der Version von 1930 vor. Der mit maximal drei Tonlampen bestückbare „Tonlampen-Revolver“ ermöglichte theoretisch eine ununterbrochene Tonwiedergabe bei Ausfall der gerade aktiven Tonlampe. In der Praxis kam es auf die Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit des „Operateurs“/der „Operateurin“ an.

Lichttongerät
Klangfilm Uniton-Lichttongerät mit geöffnetem Tonlampengehäuse. Daneben der Deckel mit Löchern für die Warmluft-AbführungProjektoren-.

Mittels einer Rändelschraube unter dem Tonlampengehäuse konnte man mit etwas Übung zügig von einer Tonlampe zur nächsten umschalten.

Lichttongerät
Uniton Gerät mit geöffneter Strahlen-Umlenkeinheit. Rechts der geöffnete Zellenhalter, vorne im Bild die Tonzelle mit roter Schaumstoffumhüllung.

Die Umlenkung des Lichtstrahls von der Tonlampe zur Photozelle erfolgte über zwei rechtwinklige Prismen.

Lichttongerät
Klangfilm Europa Lichttongerät aus unserer Sammlung.

Wie Hans Vogt von Tri-ergon (mit diesem Namen, „Werk der Drei“, bezeichneten sich die drei Erfinder des Lichttons in Deutschland, Hans Vogt, Joseph Massolle und Joseph Engl) in seinen Erinnerungen „Die Erfindung des Tonfilms“ auf Seite 14 anmerkt, war die Begleitung von Stummfilmen mittels Schallplatten (worin er auch die sogenannten Tonbilder einschließt) keine sehr effektive Methode in Bezug auf Synchronizität. Die drei Erfinder hatten allerdings am Anfang auch nicht viel Glück. Ihr Patent wurde trotz der eigens gegründeten Tri-Ergon AG weniger von der Filmindustrie als vielmehr zur Herstellung von Schallplatten mittels des photo-elektrischen Verfahrens (bei dem der Ton also zuerst in Film einbelichtet wurde) genutzt.

1923 die Ingenieure Axel Petersen und Arnold Poulsen in Dänemark, Lee de Forest in England?

1928?? Gründung des Tonbild-Syndikats

Tri-Ergon-Musik AG., Berlin (deutsch/schweizerisch), Küchenmeister (Internationale Maatschappij voor sprekende Films), Lignose Breusing, Petersen-Poulsen

Quellen:
1 https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Walter_Ruhmer
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