Logo cinecorso Projekt Klassische Kinokultur in Köln

Schauburg

Breite Straße 90

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Betreiber

Kinoname

Vermutlich eine häufig für Kinos und Theater verwendete Eindeutschung der niederländischen Bezeichnung Schouwburg für Theatergebäude1 (bekanntestes Beispiel war die schon in den 1880er Jahren eröffnete Vlaamse Schouwburg).

Eröffnung

12.April 1922

Annonce
Annonce zur bevorstehenden Eröffnung der Schauburg in: Rheinische Volkswacht v. 10.April 1922
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Ort

gegenüber Kaufhaus Peters, neben den 1913 eröffneten Agrippina Lichtspielen

Projektionstechnik

1925 Zwei Mechau Nr.3 Projektoren.

1940 ließ der damalige Pächter Fink durch die Rheinkipho GmbH zwei Ernemann VIIB (mittlerweile von Zeiss Ikon übernommen) Projektoren (Rechts- und Links-Maschine) installieren. In dem von Bruno Fischli herausgegebenen Buch Vom Sehen im Dunkeln wird auf S.77 ein Foto des Vorführraums gezeigt. Dort sieht man die zwei Ernemann VIIB mit Hebel-Anlassern, und den großen Magnasol II Lampenhäusern mit dem motorisierten Kohlennachschubwerk, Volt -und Ampere-Anzeige. Die Linksmaschine trägt die Nr.1, die Rechtsmaschine die Nr.2. Interessant ist der Kinodia-Projektor, der eine große Ähnlichkeit mit dem KIWE Säulen-Modell aufweist, das ab 1946 von Bergfelder in seiner eigenen Werkstatt hergestellt wurde.

1950er Jahre: Umstellung Bildbühne Ernemann VIIB auf Cinemascope-Format Normal/Cinemascope

Filmillustration/Tonanlage

1928: Orchester, 19 Musiker, Kapellmeister Witt

1929 Schallplattentonsystem

Annonce
Werbung für die neue Projektions- und Tonanlage in Der Neue Tag v. 19.April 1940
Quelle: www.zeitpunkt.nrw Fink lancierte die Aufrüstung seines Kinos mit Klangfilm-Ton-Anlage und neuen Ernemann Projektoren in der Presse.

1940 Lichttontechnik, Klangfilm Euronor Tonanlage, bestehend aus einem Tiefton und vier Hochtonlautsprechern mit riesigen Schallwänden, Sonora Reflex-Bildwand von 42m2. Ein Groß-Dia-Projektor mit Überblendeinrichtung (Buchblende) .

Mitte 1950er Jahre: Verstärker: Klangfilm, Lautsprecher: Klangfilm, Beyer, Einkanal-Lichtton

Programm

Premieren in der Schauburg
Leonardo Aramesco trat im September 1924 bei der Köln-Premiere des ersten amerikanischen Lubitsch-Films Rosita in der Schauburg auf. Annonce in der Rheinischen Volkswart v. 27.September 1924
Quelle:www.zeitpunkt.nrw
Zeitungsannonce
Zeitungsannonce im Kölner Lokal-Anzeiger vom 22.11.1929
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Am 22. November 1929 fand in der Schauburg wohl die erste „echte“ Vorführung eines Nadeltonfilms in Köln statt. Für den U-Boot Film Submarine wurde die Nadeltonapparatur (zwei Spezial-Plattenspieler auf Standfüßen in Projektornähe, sowie den Mechanismus zur Synchronisation von Plattenspieler- und Projektionsgeschwindigkeit) provisorisch an die Mechau-Projektoren in der Schauburg angeschlossen. Die zum Film gehörige Spezial-Schallplatte enthielt keine Dialoge, nur Musikeinlagen und Geräusche.

Ausstattung des Saals

2000 Sitzplätze, 1926 1500 Sitzplätze, 200 Balkonsitze

Quellen:
1 https://de.wikipedia.org/wiki/Schouwburg