Scala Theater
Herzogstraße 9
ZurückUrsprünge
Im Mai 1890 kündigte der Feinkosthändler Johann Kirsch, Hoflieferant S(einer) M(ajestät) des Königs von Preussen, die Verlegung seiner Delicatessen- und Seefischhandlung von der Herzogstraße 13 in die Herzogstraße 21. Grund dafür war der Neubau seiner Häuser Herzogstraße 9, 11 und 13. Im April 1894 wurde im Neubau Herzogstraße 9 das Scala-Theater unter der Direktion von C. Steinbüchel eröffnet.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
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Das Cycloidotrop war eine Variante des Chromatrops, bei der verschiedene geometrische Figuren während der Projektion in eine, mit einer opaken Rußschicht überzogene Glasplatte geritzt werden konnte1.
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Um 1905 wird das Scala Theater dem Zeitgeist entsprechend kurzzeitig in ein Cabaret (Possen-Theater) nach französischem Vorbild umgewandelt. So wie im Apollo Theater nun das Cabaret Chat Noir residierte, beherbergte das Scala-Theater die Folies Caprice Theater GmbH.
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Im April 1908 präsentierte man an der nun wieder unter dem Namen Scala-Theater firmierenden Adresse eine Serie kinematographischen Vorstellungen der Royal Bio Co. im Scala-Theater statt.
Im Oktober 1909 fanden Ringkämpfe im Scala-Theater statt.
Eröffnung des Scala Cinema
Im November 1909 erwarb die gerade in Straßburg im Elsass gegründete Aktiengesellschaft für Kinematographie und Filmverleih das Scala Theater, um dort ein Tonbild-Theater zu eröffnen. Die AG, hervorgegangen aus dem von Josef Hansberger seit ca. 1906 in Mülhausen im Elsass betriebenen Zentral-Films-Verleihaus, hatte auch die Kammer-Lichtspiele in Gelsenkirchen übernommen. Die Eröffnung fand am Samstag 6.November 1909 statt. Inhaber des Kinematographen war Josef Hansberger, Geschäftsführer J.Springer. Die Orchesterleitung für Pausen und zur Begleitung der stummen Filme, die im Wechsel mit den Tonbildern liefen, hatte Kapellmeister Jean Licht.
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1911 firmiert die Betreibergesellschaft unter dem neuen Namen Aktiengesellschaft für Kinematographie und Filmverleih Mannheim, vormals J.Hansberger, die Direktion hat Adolf Rösgen.
1.Weltkrieg
Das Scala Cinema blieb während des 1.Weltkriegs geöffnet. Zum 1.November 1916 erfolgte auf Anregung der königlichen Behörde die Umbenennung in Palast-Theater. Mehr dazu auf unserer Themenseite.
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Mitte des Jahres 1919 firmierte das Palast-Theater wieder prominent als Scala-Kinema. Der Kriegsname wurde in Werbeannoncen immer kleiner angezeigt und verschwand schließlich ganz.
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Das Scala machte zu der Zeit Furore mit einer Filmoperette, sozusagen eine Reprise der Tonbildtechnik aber mit echtem Orchester zur Begleitung der Filmbilder.
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Hier der transkribierte Text aus der Annonce in der Rheinischen Volkswacht v. 23.Juni 1919:
„Die neueste Errungenschaft der Kinematographie ist eine wirkliche Operette. Die Gesangstexte sind Original-Dichtungen von Hanns Kräly und vertont durch Original-Kompositionen von Carl Alfredy. Sie werden vorgetragen durch ein starkes Ensemble namhafter Sänger und Sängerinnen. Die kinematographische Darstellung erfolgt durch erste Mitglieder Berliner Theater. Das Zusammenspiel zwischen gesangbegleitender Musik und dem darstellenden Film ist absolut and die Illusion vollständig. Unsere in steigendem Maße ausverkaufen Vorführungen und der jubelnde Beifall des angeregten Publikums beweisen schlagend die Güte der Darbietungen.“
1919-1925 Army Theatre
ca. Ende 1919, Anfang 1920 wurde das Scala Kinema von den Britischen Truppen in Köln für Theater-, Varieté- etc.Aufführungen unter dem Namen Scala Theatre requiriert. Das Kino durfte in dieser Zeit ausschließlich Sonntags für das deutsche Publikum Filme zeigen.
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Ende 1920 - Kino und Varieté
Betreiber 1927: Kino- und Varieté-Betriebsgesellschaft Herzogstraße mbH
1930 Kino für Jedermann 9
Betreiber 1928: Kölner Lichtspielkunst GmbH, Geschäftsführer: Adolf Cahn IV, Rudolf Boden. ab 1930 war Jockel Geschäftsführer.
Neueröffnung am 15.August 1930, 15.00-19.00 Uhr, bei der Eröffnungsfeier spielte Konzert-Organist Paul Haletzki, Frl. Aenne Werner(Sopran) sang Arien, Grotesk-Tänzerin Margot Madolle Film „Der Jazz-Sänger“, danach „Eros in Ketten“
Unter Jockel fand auch der obligatorische Einbau einer Konzertorgel statt, die Projektoren wurden mit einer Tonfilmapparatur System Gaumont ausgerüstet.
Als solches wird das bisherige Skala=Theater nach Instandsetzung und Einbau einer neuen Konzertorgel größten Ausmaßes am Freitag, den 15. August, nachmittags 3 Uhr, eröffnet. Das Kino für Jedermann 9, Herzogstraße 9, wird in der gleichen Weise wie die anderen Lichtspielhäuser des gleichnamigen Theaterparks volkstümliche Darbietungen in Filmen= wie auch in Bühnen=Aufführungen bringen. Das Theater wird zu diesem Zweck mit einer Tonfilmapparatur neuesten Systems, Ausführung Gaumont, versehen und wird regelmäßig Tonfilme bringen. Kölner Lokal-Anzeiger 45 (13.8.1930) 408
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Betreiber in der NS-Zeit
Im April 1936 übernahm Werner Hürfeld das Kino. Er ließ es durch Architekt Liesenfeld und Bauleiter Stumpf umbauen. Stuckornamente und Beleuchtungskörper wurden durch NS-typische Sachlichkeit und Linestra-Beleuchtung ersetzt. Der Eingang wurde durch einen Durchbruch zur Schildergasse verändert.
Hürfeld betrieb das Kino als Nachaufführungstheater.
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Das Scala-Theater läßt als erstes Kino eine Klangfilm Euronor Anlage einbauen. Projektoren: AEG Euro M.
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Im November 1939 ließ Hürfeld einen Luftschutzraum im Gebäude Herzogstraße 9 einbauen.
Zerstörung im 2.Weltkrieg
Nachkriegszeit
Projektionstechnik
1950er Jahre: 2 Bauer B8 35mm-Projektoren, 35mm Normal/Cinemascope, tönende Dias
Tonanlage
Mitte 1950er Jahre: Klangfilm Verstärker u. Lautsprecher, Hoch/Tief-Kombi+Effekt, Einkanal-Lichtton, Einkanal-Magnetton, Vierkanal-Magnetton (Stereophonie=Raumton)
Quellen:
1 http://wernernekes.de/00_cms/cms/front_content.php?idart=99#Cycloidotrop
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