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Scala Theater

Herzogstraße 9

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Ursprünge

Im Mai 1890 kündigte der Feinkosthändler Johann Kirsch, Hoflieferant S(einer) M(ajestät) des Königs von Preussen, die Verlegung seiner Delicatessen- und Seefischhandlung von der Herzogstraße 13 in die Herzogstraße 21. Grund dafür war der Neubau seiner Häuser Herzogstraße 9, 11 und 13. Im April 1894 wurde im Neubau Herzogstraße 9 das Scala-Theater unter der Direktion von C. Steinbüchel eröffnet.

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Annonce zur Eröffnung des Scala-Theater in: Kölner Local-Anzeiger v. 26.April 1894
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
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Von der Queen empfohlen: Der American Biograph. Annonce für das Scala-Theater in: Kölner General-Anzeiger v. 2.Dezember 1897
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
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Die technischen Probleme mit dem American Bioscope im Scala-Theater wurden behoben: Kölner General-Anzeiger v. 7.Dezember 1897
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
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Annonce für ein Cycloidotrop im Scala-Theater in: Kölnische Zeitung v. 21.Oktober 1898
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Das Cycloidotrop war eine Variante des Chromatrops, bei der verschiedene geometrische Figuren während der Projektion in eine, mit einer opaken Rußschicht überzogene Glasplatte geritzt werden konnte1.

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Annonce zur Eröffnung des Folies Caprice Cabaret im Scala-Theater in: Kölner Local-Anzeiger v. 1.November 1905
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Um 1905 wird das Scala Theater dem Zeitgeist entsprechend kurzzeitig in ein Cabaret (Possen-Theater) nach französischem Vorbild umgewandelt. So wie im Apollo Theater nun das Cabaret Chat Noir residierte, beherbergte das Scala-Theater die Folies Caprice Theater GmbH.

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Annonce zur Eröffnung des Gastspiels des Royal Bio Kinematograph im Scala-Theater in: Kölner Local-Anzeiger v. 1.April 1908
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Im April 1908 präsentierte man an der nun wieder unter dem Namen Scala-Theater firmierenden Adresse eine Serie kinematographischen Vorstellungen der Royal Bio Co. im Scala-Theater statt.

Im Oktober 1909 fanden Ringkämpfe im Scala-Theater statt.

Eröffnung des Scala Cinema

Im November 1909 erwarb die gerade in Straßburg im Elsass gegründete Aktiengesellschaft für Kinematographie und Filmverleih das Scala Theater, um dort ein Tonbild-Theater zu eröffnen. Die AG, hervorgegangen aus dem von Josef Hansberger seit ca. 1906 in Mülhausen im Elsass betriebenen Zentral-Films-Verleihaus, hatte auch die Kammer-Lichtspiele in Gelsenkirchen übernommen. Die Eröffnung fand am Samstag 6.November 1909 statt. Inhaber des Kinematographen war Josef Hansberger, Geschäftsführer J.Springer. Die Orchesterleitung für Pausen und zur Begleitung der stummen Filme, die im Wechsel mit den Tonbildern liefen, hatte Kapellmeister Jean Licht.

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Annonce zur Eröffnung des Scala-Cinema Tonbild-Theater in: Kölner Local-Anzeiger v. 6.November 1909
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
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Annonce zur Eröffnung des Scala-Cinema Tonbild-Theater in: Kölner Local-Anzeiger v. 6.November 1909
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

1911 firmiert die Betreibergesellschaft unter dem neuen Namen Aktiengesellschaft für Kinematographie und Filmverleih Mannheim, vormals J.Hansberger, die Direktion hat Adolf Rösgen.

1.Weltkrieg

Das Scala Cinema blieb während des 1.Weltkriegs geöffnet. Zum 1.November 1916 erfolgte auf Anregung der königlichen Behörde die Umbenennung in Palast-Theater. Mehr dazu auf unserer Themenseite.

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Annonce zur Umbenennung des Scala-Cinema in Palast-Theater in: Kölner Local-Anzeiger v. 16.Oktober 1916
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Mitte des Jahres 1919 firmierte das Palast-Theater wieder prominent als Scala-Kinema. Der Kriegsname wurde in Werbeannoncen immer kleiner angezeigt und verschwand schließlich ganz.

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Annonce für den Operettenfilm „Das Kaviarmäuschen“ von 1919 in: Rheinische Volkswacht v. 23.Juni 1919
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Das Scala machte zu der Zeit Furore mit einer Filmoperette, sozusagen eine Reprise der Tonbildtechnik aber mit echtem Orchester zur Begleitung der Filmbilder.

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Die Annonce beschreibt die Aufführung der abgefilmten Operettendarbietung mit musikalischer und gesanglicher Live-Begleitung auf der Bühne in: Rheinische Volkswacht v. 23.Juni 1919
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Hier der transkribierte Text aus der Annonce in der Rheinischen Volkswacht v. 23.Juni 1919:

„Die neueste Errungenschaft der Kinematographie ist eine wirkliche Operette. Die Gesangstexte sind Original-Dichtungen von Hanns Kräly und vertont durch Original-Kompositionen von Carl Alfredy. Sie werden vorgetragen durch ein starkes Ensemble namhafter Sänger und Sängerinnen. Die kinematographische Darstellung erfolgt durch erste Mitglieder Berliner Theater. Das Zusammenspiel zwischen gesangbegleitender Musik und dem darstellenden Film ist absolut and die Illusion vollständig. Unsere in steigendem Maße ausverkaufen Vorführungen und der jubelnde Beifall des angeregten Publikums beweisen schlagend die Güte der Darbietungen.“

1919-1925 Army Theatre

ca. Ende 1919, Anfang 1920 wurde das Scala Kinema von den Britischen Truppen in Köln für Theater-, Varieté- etc.Aufführungen unter dem Namen Scala Theatre requiriert. Das Kino durfte in dieser Zeit ausschließlich Sonntags für das deutsche Publikum Filme zeigen.

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Um diese Zeit warb das das Kino für die Sonntagsvorführungen unter dem Namen Scala-Theater bzw. Scalatheater. in: Rheinische Volkswacht v. 21.Oktober 1920
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Ende 1920 - Kino und Varieté

Betreiber 1927: Kino- und Varieté-Betriebsgesellschaft Herzogstraße mbH

1930 Kino für Jedermann 9

Betreiber 1928: Kölner Lichtspielkunst GmbH, Geschäftsführer: Adolf Cahn IV, Rudolf Boden. ab 1930 war Jockel Geschäftsführer.

Neueröffnung am 15.August 1930, 15.00-19.00 Uhr, bei der Eröffnungsfeier spielte Konzert-Organist Paul Haletzki, Frl. Aenne Werner(Sopran) sang Arien, Grotesk-Tänzerin Margot Madolle Film „Der Jazz-Sänger“, danach „Eros in Ketten“

Unter Jockel fand auch der obligatorische Einbau einer Konzertorgel statt, die Projektoren wurden mit einer Tonfilmapparatur System Gaumont ausgerüstet.

Als solches wird das bisherige Skala=Theater nach Instandsetzung und Einbau einer neuen Konzertorgel größten Ausmaßes am Freitag, den 15. August, nachmittags 3 Uhr, eröffnet. Das Kino für Jedermann 9, Herzogstraße 9, wird in der gleichen Weise wie die anderen Lichtspielhäuser des gleichnamigen Theaterparks volkstümliche Darbietungen in Filmen= wie auch in Bühnen=Aufführungen bringen. Das Theater wird zu diesem Zweck mit einer Tonfilmapparatur neuesten Systems, Ausführung Gaumont, versehen und wird regelmäßig Tonfilme bringen. Kölner Lokal-Anzeiger 45 (13.8.1930) 408

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Annonce für das Kino für Jedermann 9 in: Kölner Lokal-Anzeiger v. 30.Oktober 1930
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Betreiber in der NS-Zeit

Im April 1936 übernahm Werner Hürfeld das Kino. Er ließ es durch Architekt Liesenfeld und Bauleiter Stumpf umbauen. Stuckornamente und Beleuchtungskörper wurden durch NS-typische Sachlichkeit und Linestra-Beleuchtung ersetzt. Der Eingang wurde durch einen Durchbruch zur Schildergasse verändert.

Hürfeld betrieb das Kino als Nachaufführungstheater.

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Annonce für das das durch Hürfeld renovierte Scala-Theater in: Der Neue Tag v. 23.Juli 1936
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
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Annonce für das das durch Hürfeld renovierte Scala-Theater in: Der Neue Tag v. 30.Juli 1937
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Das Scala-Theater läßt als erstes Kino eine Klangfilm Euronor Anlage einbauen. Projektoren: AEG Euro M.

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Annonce zur Inbetriebnahme der neuen Klangfilm-Tonanlage in: Der Neue Tag v. 29.April 1938
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Im November 1939 ließ Hürfeld einen Luftschutzraum im Gebäude Herzogstraße 9 einbauen.

Zerstörung im 2.Weltkrieg

Nachkriegszeit

Projektionstechnik

1950er Jahre: 2 Bauer B8 35mm-Projektoren, 35mm Normal/Cinemascope, tönende Dias

Tonanlage

Mitte 1950er Jahre: Klangfilm Verstärker u. Lautsprecher, Hoch/Tief-Kombi+Effekt, Einkanal-Lichtton, Einkanal-Magnetton, Vierkanal-Magnetton (Stereophonie=Raumton)

Quellen:
1 http://wernernekes.de/00_cms/cms/front_content.php?idart=99#Cycloidotrop
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