Rheinkipho Rheinische Kino- und Photo-GmbH
Glockengasse 16, später Brückenstraße 15
Zurück zur EinführungGründung
Die Rheinkipho - Rheinische Kino- u. Photo-Gesellschaft mbH, Köln, mit Sitz Glockengasse 16 wird im Februar 1923 von den Kölner Kaufleuten Aladar Szilard und Peter Leopold Grüber gegründet, die auch als Geschäftsführer fungierten. Stammkapital: 5 Millionen Mark1. Grüber schied ein Jahr später zugunsten August Bernsteins aus.
Im April 1924 gründen Szilard und Bernstein eine Zweigniederlassung in der Graf-Adolf-Straße 29 in Düsseldorf.
Betätigungsspektrum
- Handel in Kino-und Photo-Bedarfsartikeln für fremde und eigne Rechnung
- Lieferung von Schulprojektoren
Im Mai 1923 warb die Rheinkipho im Kinematograph für ihre Kinoprojektoren. Im Zentrums- und Katholikenblatt Rheinische Volkswacht warb die Rheinkipho in den Folgejahren für die Lieferung von Lichtbildern, Kino- sowie Lichtbild-Apparaten an Vereine und Schulen. Mehr dazu in unserem Themenschwerpunkt Filmstellen.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Zur Wahl 1924 ließ die Kölnische Volkszeitung am Sonntag, den 7. Dezember einen Lichtapparat der Rheinkipho, im Hause der Versicherunggesellschaft Der Rhein Neumarkt 36 aufstellen, der die Wahlergebnisse nach außen hin sichtbar auf eine Leinwand projezierte (als Durchprojektion)2. Aufnahme des AERO Filmbrandschutz-Apparates ins Sortiment.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Ab 1924 erwirbt die Rheinkipho das Alleinverkaufsrecht in Westdeutschland für die erfolgreichste Kinomaschine, die anstelle des Malteserkreuzes das Prinzip des optische Ausgleichs nutzte, den Leitz-Mechau Projektor. Daneben bietet sie die neuesten Bauer-Maschinen, sowie die Fabrikate Krupp-Ernemann, Hahn-Goerz und Ica Sirius an.
Im November 1924 eröffnet die Rheinkipho eine weitere Zweigstelle in Koblenz, Löhrstraße-Passage 103-105 gegenüber Apollo-Theater unter Leitung von langjährigem Mitarbeiter Heinrich Fürst.
1926 leitet August Bernstein wieder die Düsseldorfer Filiale.
1927 wird die Kölner Hauptfirma aufgelöst, 1929 ist sie nach Liguidation durch Aladar Szilard erloschen. Szilard erhält die Prokura für die Kölner Zweigniederlassung des neugegründeten Berliner Konsortiums Deutscher Bezirksverleiher mbH. Die Filiale befand sich, wie auch die der Rheinischen Filmgesellschaft mbH, Köln in der Brückenstraße 15.
Die Düsseldorfer Rheinkipho in der Graf-Adolf-Straße 39a wird von dem ehemals bei den Krupp-Ernemann-Werken tätigen Ingenieur Julius Pietsch als Fachfirma für Lichtspieltheater-Einrichtungen weitergeführt. Lieferprogramm: Kino-Maschinen von Zeiß-Ikon, Dresden, Klangfilm-Tonverstärker-Anlagen, Theater-Bestuhlung von Otto u. Zimmermann, elektrische Vorhangzüge der Firma Jovo.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Sammlung Wendel Meurer
Quellen:
1 Handelsregisterveröffentlichungen 1923
2 Rheinische Volkswacht v. 6.Dezember 1924