Philharmonie
Apostelnstraße 13
ZurückUrsprünge
1895 war das hochherrschaftliche Haus in der Apostelnstraße Nr.13 aufgrund eines Todesfalls günstig zu erwerben. Die Renovierungsarbeiten des neuen Eigentümers waren überschattet durch den Einsturz einer Zwischendecke bei dem mehrere Arbeiter ums Leben kamen. Dennoch wurde um 1900 der Gesellschaftssaal Philharmonie in der Apostelnstraße 13 eröffnet. In der Folgezeit mieteten Institutionen wie der Flottenverein, die Handwerkskammer und der Sprachverein den Saal für ihre Versammlungen. 1902 wurde der Saal von dem Theater Job-Stadtfeld als Original Kölner Volksbühne bespielt. Um 1903 war die Philharmonie zu einem Spezialitäten-Theater geworden.
Tonbilder in Philharmonie
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Im Dezember 1903 gastierte auch der Wanderkinematographenbetreiber und Photograph Franz Spenker in der Philharmonie. Spenker hatte ein Zonophon-Grammophon dabei, und ließ begleitend zu seinen Filmvorführungen auf einem Biograph-Projektor Musik- und Sprachaufnahmen laufen. Spenker bezeichnete seine Bild-Ton-Vorführungen als „gesetzlich geschützt“. Ob er eine (von ihm selbst) konstruierte frühe Gleichlaufeinrichtung einsetzte ist uns bisher nicht bekannt. Seine Darbietungen in der Philharmonie wurden als „Spenkers illustrierte Lieder“ beworben und schlossen, wie damals üblich, die Gesamtvorstellung ab.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
1906 - Philharmonie wird Metropol-Theater
1905 entstand an der Adresse ein Neubau. Der künstlerische Leiter des Reichshallen Theaters, Max Bruck eröffnete dort 1906 das auf Operette spezialisierte Metropol Theater.
1912 - Kölner Vereinigte Theater
Unter den Direktoren Stein und Hermann konnten trotz städtischer Bezuschussung Gagen nicht bezahlt werden. Bernhard Schwartz, Mitgründer der Dekage wurde Pächter des Metropol-Theaters und betrieb seine Umwandlung in ein Kinematographen-Theater. Nach vehementen und anhaltenden Protesten aus der konservativen Bürgerschaft und Presse gibt er sein Vorhaben auf, das Metropol bleibt vorerst Operetten-Theater. Unter dem Namen Kölner Vereinigte Theater wurde es nun zusammen mit dem Deutschen Theater von Alfred Bernau geführt.
1916 Thalia-Theater
Im 1.Weltkrieg wird das Metropol-Theater kurzzeitig in Thalia-Theater umbenannt.
1920 Metropol Lichtspiele
Am 30.Oktober 1920 wird das Metropol-Theater doch noch kurzzeitig zum Kinematographen.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
1921 Edmund Marx und die Geveta
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
1921 vereinigte Edmund Marx das Metropol-Varieté und den Metropol-Palast in der Apostelnstraße 13 mit dem Boccaccio
Cabaret auf der Schildergasse 99-101 in der von ihm gegründeten Geveta (Akronym für: Gesellschaft für Vergnügungsetablissements).
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1926 wurde im Haus Metropol, Apostelnstraße 13, wieder eine Gaststätte mit Festsaal eröffnet, die Bühne wurde vom Carl-Millowitsch-Theater bespielt.
1927 meldet die Betreiberin, die Gehako Gaststätten-Betriebsgesellschaft mbH Konkurs an. Das Haus Metropol gehört nun der Kölner Bäckerinnung und heißt ab dann: Bäcker-Innungshaus Harmonie.
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1956 entstand an der Adresse Apostelnstraße 13 ein eigenständiges Kino: das Gloria.
Betreiber
- 1956 folgt
- 1960
Projektionstechnik
2 Philips FP56 Projektoren, 35mm Normal/Cinemascope, Lichtquelle: Becklicht, tönende Dias
Tonanlage
Verstärker/Lautsprecher: Philips, Einkanal-Lichtton, Einkanal-Magnetton
Quellen:
Kino-Adressbuch 1960/61