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Deutsche Mutoskop & Biograph Gesellschaft

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Die Deutsche Mutoscop & Biograph Gesellschaft, oft verkürzt auch Deutsche Mutoskop war ein deutscher Ableger der von Henry Norton, Marvin und Herman Casler sowie William K. L. Dickson, einem Mitarbeiter von Thomas Alva Edison uns Elias Koopman gegründeten American Mutoscope & Biograph Company bzw. dem zwecks internationaler Lizensierung der produzierten Geräte gegründeten International Mutoscope and Biograph Syndicate1. Auch Stollwerck soll an der deutschen Zweiggesellschaft beteiligt gewesen sein. Das von Henry Norton Marvin und Herman Casler erfundene und patentierte Mutoskop (vermutlich ein lateinisch-griechisches Verbundwort aus mutare=sich wandeln, ändern und -skop = Betrachtungsgerät) stellte ein automatisiertes Daumenkino dar. Eine um eine Mittelachse rotierbare, aus einzelnen Bewegungsphasen bestehende Bildfolge ist In einem soliden Trommelgehäuse installiert. Durch Betätigen einer Handkurbel können die Einzelbilder in eine manuell steuerbare Rotation versetzt werden. Die dadurch hervorgerufene Bewegtbild-Illusion kann durch ein am Gehäuse angebrachtes Okular, wie man es schon von den Stereoskopen kannte, betrachtet werden. Auch die Gebrüder Lumière hatten mit ihrer Kinora eine Art Mutoskop im Programm.

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Annonce für Mutoscop-Vertreter in: Kölnische Zeitung v.21.10.1899
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
In den Folgejahren suchte die Deutsche Mutoskop ständig finanzkräftige Vertreter, die gegen Gewinnbeteiligung die Aufstellung von Mutoskopen in Wirtshäusern, Automaten-Ausstellungen etc. in deutschen Großstädten auch in der Rheinprovinz übernehmen sollten. Ab Juni 1899 mietete die Deutsche Mutoscop für ca. ein Jahr ein Ladenlokal auf der Hohe Straße, um dort ihre neuesten Apparate vorzustellen.

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Annonce für die Neuvermietung des gerade frei gewordenen Ladenlokals in: Kölnische Zeitung Nr.544 v.14.7.1900
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Im Jahr 1900 ließ die Deutsche Biograph- und Mutoskop-Gesellschaft im Gartensaal des Fränkischen Hof sechs von ihr bzw.der Muttergesellschaft hergestellte lebende Photographien mittels Biograph-Projektor vorführen. Das katholischen und konservativen Kreisen nahestehende Traditions-Gasthaus Fränkischer Hof, daß 1920 selbst zum Kino werden sollte, war für die Szenen aus dem Leben seiner Heiligkeit Papst Leo dem XIII. bestens geeignet.

Eröffnung des Internationalen Biograph-Theaters in Köln

Am 19.Mai 1906, einem Samstag, um 18.00 Uhr eröffnete das Internationale Biograph-Theater (Theater lebender Photographien), an dem Stollwerck über seine Zweiggesellschaft beteiligt war.

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Die Eröffnungsannonce für das Internationale Biograph-Theater war der für den Welt-Kinematograph fast wörtlich nachempfunden. In: Rheinischer Merkur Nr.118 v. 23.Mai 1906
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Quellen:
1 https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Mutoskop-_und_Biograph_GmbH https://de.wikipedia.org/wiki/American_Mutoscope_and_Biograph_Company
2 Handelsregistereintragungen
3 Handelsregistereintragungen Kölnische Zeitung (7.5.1907) 483/484/485/486/487
4 Kinematograph Oktober 1907 Nr.44
5 Kölnische Zeitung (24.6.1912) 713/714/715