Eigelstein 66
kinematographischer Ort 1911-1925
ZurückBetreiber1
- 1912 Hugo Zöller, Kaufmann Köln
- 1913-14 August Pasque, Vertreter, Frankfurter Allgemeine Versicherungs-AG
- 1915-1930 Heinrich Mersch, als Luna Lichtspiele
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Kino Name
Vergnügungsparks nach dem 1903 auf Coney Island eröffneten amerikanischen Vorbild Luna Park genannt, kamen damals auch in Europa immer mehr in Mode.
Eröffnung
DasLuna Kinema wurde 1911 eröffnet.
Ort
Im Jahr 1907 betrieb Jean Epkens sein Photographisches Atelier „Nordstern“ am Eigelstein 66. Zu dieser Zeit hat er in diesen Räumen auch seine „Rheinische Filmklinik“ unterhalten. Hier hat Epkens sein Wissen und seine Erfahrung als Retoucheur genutzt, um die ersten, im wiederholten Einsatz geschädigten Filmkopien zu restaurieren. Sein Angebot umfaßte die Beseitigung von Schmutz, Kratzern und den sogenannten Regenstreifen, die besonders an den Aktenden entstehen. Als Zusatz bot er auch das Colorieren der Filme an. Die von Fischli in seinem Beitrag „Das goldene Zeitalter der Kinematographie (1896 - 1918)“ in „Vom Sehen im Dunkeln Kinogeschichten einer Stadt“ S.29 geäußerte Feststellung, daß das „Luna Kinema“ die „Rheinische Filmklinik“ verdrängt hätte, trifft nicht zu. Das Atelier „Nordstern“ befand sich 1907 im Haus Eigelstein 66 (wohl ein größeres Wohn- und Geschäftshaus) neben einem Automaten-Restaurant. Diese Art Restaurants kamen zu dieser Zeit massenhaft auf, sie boten eine vollautomatische Ausgabe von vorgefertigten auswählbaren Menues. 1911 eröffnet in den Räumen des Automatenrestaurants das Luna Kinema.In einer Zeitungsannonce vom April firmiert es, grammatikalisch etwas merkwürdig, als „einziges und grösstes Theater des Nordens Köln, früher Automat“. Im September 1911 wirbt dann ein „Photographisches Atelier Merkur“, Atelier für moderne künstlerische Photographie, mit der Ortsangabe „Eigelstein 66, Eingang neben Luna-Kinema, gegenüber Tietz“ mit der Herstellung von Visit- und Cabinet-Photographien. Dieses Atelier muß sich in den Räumen von Epkens „Nordstern“ befunden haben, ob der Name Merkur als Pendant zu dem an dieser Stelle schon eingeführtem Namen "Nordstern" gewählt wurde, bzw. wer sein Betreiber war, ist nicht bekannt. Auch die Ursache für die auffällige Häufung von astronomischen Namen (das Luna Kinema wirbt mit stilisiertem Halbmond mit Stern) bleibt im Dunkeln.
Projektionstechnik
unbekannt
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Begleitung der lebenden Photographien
unbekannt
Programm
folgt
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Ausstattung des Saals
unbekannt
Bemerkung
1930 kaufte Mersch die Schauburg in Linden an der Ruhr2.
Quellen:
1 Grevens Adressbuch für Köln und Umgebung
2 Kinematograph Nr.41, 1930