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Eigelstein 66

kinematographischer Ort 1911-1925

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Betreiber1

Annonce
Werbeannonce für Merschs Luna-Lichtspiele in: Rheinische Volkswart v. 23.Dezember 1924
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Kino Name

Vergnügungsparks nach dem 1903 auf Coney Island eröffneten amerikanischen Vorbild Luna Park genannt, kamen damals auch in Europa immer mehr in Mode.

Eröffnung

DasLuna Kinema wurde 1911 eröffnet.

Ort

Im Jahr 1907 betrieb Jean Epkens sein Photographisches Atelier „Nordstern“ am Eigelstein 66. Zu dieser Zeit hat er in diesen Räumen auch seine „Rheinische Filmklinik“ unterhalten. Hier hat Epkens sein Wissen und seine Erfahrung als Retoucheur genutzt, um die ersten, im wiederholten Einsatz geschädigten Filmkopien zu restaurieren. Sein Angebot umfaßte die Beseitigung von Schmutz, Kratzern und den sogenannten Regenstreifen, die besonders an den Aktenden entstehen. Als Zusatz bot er auch das Colorieren der Filme an. Die von Fischli in seinem Beitrag „Das goldene Zeitalter der Kinematographie (1896 - 1918)“ in „Vom Sehen im Dunkeln Kinogeschichten einer Stadt“ S.29 geäußerte Feststellung, daß das „Luna Kinema“ die „Rheinische Filmklinik“ verdrängt hätte, trifft nicht zu. Das Atelier „Nordstern“ befand sich 1907 im Haus Eigelstein 66 (wohl ein größeres Wohn- und Geschäftshaus) neben einem Automaten-Restaurant. Diese Art Restaurants kamen zu dieser Zeit massenhaft auf, sie boten eine vollautomatische Ausgabe von vorgefertigten auswählbaren Menues. 1911 eröffnet in den Räumen des Automatenrestaurants das Luna Kinema.In einer Zeitungsannonce vom April firmiert es, grammatikalisch etwas merkwürdig, als „einziges und grösstes Theater des Nordens Köln, früher Automat“. Im September 1911 wirbt dann ein „Photographisches Atelier Merkur“, Atelier für moderne künstlerische Photographie, mit der Ortsangabe „Eigelstein 66, Eingang neben Luna-Kinema, gegenüber Tietz“ mit der Herstellung von Visit- und Cabinet-Photographien. Dieses Atelier muß sich in den Räumen von Epkens „Nordstern“ befunden haben, ob der Name Merkur als Pendant zu dem an dieser Stelle schon eingeführtem Namen "Nordstern" gewählt wurde, bzw. wer sein Betreiber war, ist nicht bekannt. Auch die Ursache für die auffällige Häufung von astronomischen Namen (das Luna Kinema wirbt mit stilisiertem Halbmond mit Stern) bleibt im Dunkeln.

Werbung für das Luna-Kinema
Kinowerbung für das Luna-Kinema im Kölner Local-Anzeiger Nr.105 v. 18.April 1911. Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Projektionstechnik

unbekannt

Annonce
Werbeannonce für eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Stammtischgesellschaft Schenks ma was im Luna Kiema im Kölner Local-Anzeiger Nr.325 v. 25.November 1912
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Begleitung der lebenden Photographien

unbekannt

Programm

folgt

Annonce
Werbeannonce für den Dekage-Film „Die Rote Jule“ im Luna Kinema in: Kölner Local-Anzeiger Nr.28 v. 28.Januar 1913
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Ausstattung des Saals

unbekannt

Bemerkung

1930 kaufte Mersch die Schauburg in Linden an der Ruhr2.

Quellen:
1 Grevens Adressbuch für Köln und Umgebung
2 Kinematograph Nr.41, 1930