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Historische Lichtquellen optischer Geräte

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Gaslicht

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Kalklicht

Das nach seinem Erfinder benannte Dummond'sche Kalklicht wurde noch bis Anfang des 20sten Jahrhunderts als beste Gas-Lichtquelle für die professionelle Projektion angesehen. Optische Apparate wie Mikroskope, Scioptikons und Kinematographen wurden mit Kalklicht betrieben.

Vorteile

Die hohe Intensität des blendend weißen Kalklichtes ermöglichte die Bespielung größerer Säle, Festzelte etc. Dabei war es ökonomischer als anderes Gaslicht und erzeugte bei fehlerfreier Anwendung und richtiger Justage im Gegensatz zu anderem Gaslicht auch weder übergroße Hitze, noch Gasgeruch oder störende Zischgeräusche.

Nachteile

Insbesondere vor der Einführung und zwingender Nutzungsvorschrift spezieller Gasflaschen mit Reduzierventilen (Druckminderventilen) bestand hohe Explosionsgefahr bei nicht sachgemäßer Handhabung der Gase mit der Gefahr von verheerenden Bränden.

Funktionsweise

Grundlage des Kalklichtes war das Knallgasgebläse (auch Leuchtgas-Sauerstoffgebläse). Dieses bestand aus einem weiten Rohr, durch das brennbares Gas (Wasserstoff, Acetylen, Leuchtgas) ausströmt und einem in diesem weiteren Rohr liegenden engen Rohr über das man reinen, hochverdichteten Sauerstoff zuführt. Die durch den Sauerstoff gespeiste Gasflamme war heiß genug um ein zylinder- bzw. kegelförmiges Stück Kalk zum Glühen zu bringen1. Da man das Knallgas bzw. den zugeführten Sauerstoff als wesentliche Innovation dieser Beleuchtung ansah, waren auch die, aus dem Englischen inspirierten Bezeichnungen Oxyhydrogen- oder Hydro-Oxygen-Gaslicht, sowie im wissenschaftlichen der Terminus Sauerstoffbeleuchtung verbreitet. Üblicherweise wurde Acetylen- oder Leuchtgas verwendet, da die Nutzung von reinem Wasserstoff in der Praxis sehr kostspielig war. Statt Kalk setzte man auch Zirkon als Glühkörper ein. Der Daguerretypie-Experte und Nebelbildprojektionist Carl Schuh nutzte bereits in den 1840ger Jahren einen Uhrwerks(Federwerks)-gesteuerten Vorschub zur Positionsjustage des Kalkzylinders. Dies sorgte für gleichbleibende größtmögliche Ausleuchtung der Nebelbilder.

Herstellung des Sauerstoffs

Flüssiger Sauerstoff in Flaschen wurde erst 1890 durch die Berliner Sauerstofffabrik von Dr.Rudolf Thedor Elkan als erste in Deutschland fabrikmäßig hergestellt2. Davor mußte der Vorführer ihn im brandschutztechnisch nicht getrennten Vorführbereich selber herstellen. Dazu mischte er im laufenden Betrieb üblicherweise Braunstein (Manganerz, Pyrolusit) und Kaliumchlorat (chlorsaures Kali). Diese befanden sich in zum Transport und Lagerung von Chemikalien geeigneten Gummibehältern, die Gassäcke genannt wurden. Da der Vorführer nicht immer über die nötigen Kenntnisse in Chemie verfügte, konnte es bei der Sauerstoffgewinnung zu schweren Unfällen kommen. Dies illustriert ein in mehreren Zeitungen kolportierter Bericht über eine Präsentation von Wandelbildern in Barth/Pommern (heute Mecklenburg-Vorpommern) durch Nebelbildprojektionist Schmidt aus Hamburg. Während auf der Leinwand gerade der feuerspeiende Vesuv Rauch und Lavaströme produzierte, ließ eine plötzliche Explosion die Fenster des Saales bersten und hob Türen aus den Angeln. Im Vorführbereich war einer der Gassäcke geplatzt und in Stücke zerrissen. Schmidt, der mit den Gassäcken hantiert hatte, wurde 6 Fuß weit weggeschleudert und zu Boden geworfen3.

Spektakuläre Unfälle mit Kalklicht

Auch die französischen Pioniere Joly und Normandin machten einschlägige Erfahrungen mit Kalklicht.

Elektrisches Bogenlicht

Beleuchtung durch einen elektrisch erzeugten Lichtbogen zwischen Anode und Kathode von Kohlestiften. Mit den Stellschraubenrädern rechts im Bild wurde der Abstand der Kohlestifte, ihre genaue Ausrichtung zueinander und die Ausrichtung auf den Brennpunkt des Hohlspiegels eingestellt.

Foto
Historischer Kohlenbogenhalter von Zeiss Ikon aus unsrer Sammlung

Becklicht

Projektionslicht, das durch den Lichtbogen von Beck=HI= Hochintensitätskohlenstiften erzeugt wurde. Diese sind kupferummantelt und enthalten weitere leuchtkraftverstärkende Chemikalien.

Ringsdorff Karton mit kupferummantelten HI-(Hochintensitäts)-Kohlen aus unserer Sammlung.

Elektrisches Glühlicht

Magnesiumlicht

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Quellen:
1 http://www.zeno.org/nid/20006905242
2 Kölnische Zeitung Nr.782 v. 1.September 1896
3 Aachener Zeitung v. 25.Februar 1858