Lichtspiele des Westens (LDW)
Hohenzollernring 60
ZurückBetreiber1
- 1927 Julius Rothschild, Direktion: Frl. Strauß2
- 1928 Helvetia Verlag GmbH, Berlin
- März 1929 Eigentümer: Jean Bringemeier, Theaterleiter: Georg Besser mit den Lichtspielen des Zentrums (Boccaccio)
- 1929/30 Jean Bringemeier
- 1930 Lichtspiele des Zentrums GmbH mit Olympia-Lichtspielen
- 1931 Paul Jockel als Kino für Jedermann 15, Leitung: Anne Perlmann3
- 1932 Dr. Aziz Cotta
- 1935 Rheinlichtspiele GmbH zusammen mit Tivoli
- 1951 Dr.Aziz Cotta als Rex am Ring
- 1960 Pächter: Franz Leu Theaterbetriebe, Geschäftsführer: Horst Stöwer
Eröffnung
20.Mai 1928
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Freitag, 14.August 1931, nachmittags, Neueröffnung als Kino für Jedermann 15
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
1951, Neueröffnung als Rex am Ring
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Ort
Der Neubau wurde von den Architekten Müller und Schäfer erschaffen.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Projektionstechnik
1928 Zwei Mechau 4 Projektoren im Überblendbetrieb
1950er Jahre: 2 Philips Projektoren, Lichtquelle: SPS ( vermutl. Gasentladungslampe im Impulsbetrieb), 35mm Normal/Cinemascope
Film-Illustration/Tonanlage
1928 Kino-Orchester-Orgel der Firma N. V. A. Standaart's Orgelfabriken in Schiedam (Niederlande) zur künstlerischen Begleitung der Filme, Kino-Orchester unter der Leitung von Paul Schafgans, 1930, Kapellmeister Broich
Die Orgel bestand aus einem Hauptwerk, über der Projektionswand und aus einem Fernwerk, der Echo-Orgel, welche sich am entgegengesetzten Ende des Theaters befand. Dieses System ermöglichte die Erzeugung vielfältiger Klangwirkungen und Tonschattierungen.
Bei der Eröffnungsvorstellung spielte Pierre Palla vom Tuschinski-Theater, einem berühmten Kino in Amsterdam.4
1950er Jahre:
Verstärker: Klangfilm, Lautsprecher:Philips, Einkanal-Lichtton,
Programm
Eröffnungsprolog: Hans Tobar5
Eröffnungsfilm: Der Orlow, Verfilmung der Operette von Granichstädten und Marischka von Jakob und Luise Fleck6
Ausstattung des Saals
1928: 712 gepolsterte Klubsessel
1951: 792 Plätze
Bemerkung
Am 9.Mai 1928 erlangte Rothschild vom Stadtausschuß die Spielkonzession nach §33a der Reichsgewerbeordnung für sein Theater, sowie die Lizenz zum Ausschank alkoholfreier Getränke durch Konzessionsgericht. Warteraum mit Erfrischungsmöglichkeit (Kino-Cafe) mit fünf Tischen und 28 Sesseln. Der 53 qm Raum entstand aufgrund der baubehördlichen Aufforderung, eine Zwischenwand zu entfernen. Die Konzession wurde trotz der der Existenz einer Vielzahl von Gaststätten in der Umgebung erteilt, weil Rothschild glaubhaft machen konnte, daß der Raum betreten werden konnte, ohne ein Billet zu lösen und daß er als Warteraum zur Abholung durch Angehörige nach dem Kinobesuch dienen sollte.7.
Quellen:
1 Grevens Adressbuch für Köln, Kino-Adressbuch 1960/61
2 Kinematograph Nr.1080, 1927
3 Kinematograph Nr.191 August 1931
4 Kölner Lokal-Anzeiger v. 12.Mai 1928
5 https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_David_Tobar
6 https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Orlow_(1927)
7 Kölner Lokal-Anzeiger v, 10.Mai 1928