?? und Franz Kirsch
bekannte Adresse ??
Franz Kirsch übernahm um 1916 das Alemannia Theater auf der Berrenrather Straße 162a in Köln-Sülz. Als lukratives Nebengeschäft wollten er und seine Frau im Kino selbst hergestelltes Eis verkaufen, die Kirchs versuchten dafür während des Kriegs größere Mengen Zucker und Sirup aufzutreiben.
Im Sommer 1918 brachte dies Kirch folgende unrühmliche Nennung in mehreren Zeitungen aus Köln und Umgebung ein:
Gemäß § 1 der Bundesratsverordnung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Reichsgesetz-Blatt. S. 603) ist dem Eishändler Franz Kirch, Cöln-Sülz, Berrenratherstr. 162a, der Handel mit Nahrungsmitteln aller Art, namentlich aber die Herstellung und der Vertrieb von Speiseeis sowie die Führung von Verkaufsstellen von Speiseeis, untersagt worden. Die Kosten dieser Veröffentlichung hat Kirch zu tragen. Cöln den 27. Juni 1918Möglicherweise hatten die Kirchs ihr Eis in den Hungerjahren des 1.Weltkriegs mit unerlaubten Zutaten gestreckt. 1917 soll Franz Kirsch sich allerdings nach Angaben seiner Frau zeitweise als Soldat im Felde befunden haben.
1918 führten die Kirchs das Alemannia Theater zusammen mit den von ihrem ehemaligen Konkurrenten Willy Böhme eröffneten Kammer Lichtspielen als Vereinigte Lichtspiele Köln-Sülz.
1919 eröffnete Franz Kirch das Eiscafé Bioscop Um 1924 verstarb Kirsch, seine Witwe führte die Kinos weiter .
Quellen:
1 Grevens Adressbuch von Köln und Umgebung 1917
2 Inserat Kölnische Zeitung 10.Juni 1916
3 Mülheimer Volkszeitung 5.Juli 1918, Kölner Lokal-Anzeiger 6.Juli.1918