Verband kinematographischer Angestellter und Berufsgenossen Deutschlands, Sitz Köln
Gewerkschaftlichen Organisation kinematographischer Angestellter
ZurückDie Anzahl der Lichtspieltheater in Köln hatte um 1912 stark zugenommen. Jedes dieser Kinos beschäftigte eine mehr oder weniger große Anzahl von, in verschiedenen Gewerken tätigen Personen. Trotz der großen Bandbreite der kinematographischen Berufe, (Kino-Operateure waren oft auch Mechaniker und gehörten damit dem Metallarbeiter-Verband an, Filmtransportunternehmen dem Transportarbeiter-Verband), hatte man sich zum Verband kinematographischer Angestellter und Berufsgenossen Deutschlands mit Sitz in Köln zusammengeschlossen. Die Verbände stellten auch Arbeitsnachweise aus.
Weiteres folgt.
Kinematographische Berufe
Wir stellen im Folgenden die geläufigsten Berufe des neuen Geschäftszweigs Kinematographie vor, sowie namentlich bekannte Personen, die in Köln in diesen Berufen tätig waren. Ob diese auch Verbandsmitglieder waren, ist nicht immer bekannt. Neben den genuinen kinematographischen Berufen (Operateur*in, Filmkurier) waren viele Tätigkeiten schon aus Varietäten-Theater und Konzerthaus bekannt (z.B. Rekommandeur, Placeur/Placeuse Rezitator, Einführer, Billeteur).
Eingang Foyer: Portier, Rekommandeur (Anpreiser) Kassierer
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Der Portier war meist auch als Rekommandeur tätig. Er stand bzw. bewegte sich vor den Eingangstüren und bewarb lautstark das aktuelle Programm, um Vorbeigehende in den Kinematographen zu locken. Oftmals verteilte er zusätzlich Flugblätter.
Saal: Billeteur, Einführer, Platzanweiser Placeur/Platzière
Placeure hatten die Aufgabe die Kinobesucher, die gerade vom Hellen in den dunklen Kinosaal gekommen waren beherzt an den Schultern zu fassen und zielgerichtet zu einem freien Platz zu leiten.