Hansa, Theater lebender Photographien
Hohe Pforte 20
ZurückBetreiber1
- 1907 Georg Meyer
- 1907 Ludwig Nipp und Frau Franz Fasbender
- Um 1907 Konstantin Haas
- 1909-1910 Hermann Jakobs
- 1910/11 Karl Werner Filmverleih- und Kinematographenbetriebsgesellschaft, als Reform-Theater
- 1911-1912 Dekage Filmproduktion, -verleih- und Kinematographenbetriebsgesellschaft
- 1912 Carl Herbst und Edmund Marx
- 1913 Johann „Jean“ Bringemeier, Restaurateur
- 1924 Jean Bringemeier mit dem Kosmos
- 1926 Jean Bringemeier mit dem Kosmos und den Olympia-Lichtspielen
- 1930 Johann „Jean“ Bringemeier mit Kosmos, den Olympia-Lichtspielen den Lichtspiele des Westens (LDW) und dem Boccaccio als Lichtspiele des Zentrums
- 1930/31 Jean Bringemeier mit Kosmos
- 1932-1935 Frau Jean Bringemeier = Ottilie Bringemeier mit Olympia-Lichtspielen
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Kinoname Hansa Theater (1907 - 1908)
Der Name Hansa nimmt Bezug auf die Geschichte Kölns als Hansestadt. Auch in anderen Hansestädten gab es Hansa-Theater. der Namenszusatz „Theater lebender Photographien“ war für Kinematographen damals üblich.
Kinoname Central-Theater (1909 - 1911)
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Mit dem verbreiteten Namen Central-Theater wollte Haas die zentrale Lage des Kinos betonen.
Kinoname Reform-Theater (1911 - 1933)
Karl Werner hatte mit seinem Bruder in Herne in Westfalen ein Kino unter dem Namen Reform-Theater betrieben. Als Kino-Name sollte Reform-Theater meist ein Zugeständnis an Männervereine und ähnliche Zensoren sein und auf die ausschließliche Präsentation streng dezenter und belehrender Programminhalte hinweisen.
Eröffnung
In der ersten Septemberwoche 1907 als Hansa-Kinematograph
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Ort
Erst im Januar 1906 hatte der Kaufmann Theo(bald) Stein den Neubau mit der Adresse Hohe Pforte 20 vis-a-vis Hotel Storch erworben, um dort sein vorher auf der Schildergasse 23-25 ansässiges (Herren)-Konfektionsgeschäft weiter zu betreiben. Bereits im August 1906 mußte Stein, der mit seinen sehr reellen Preisen geworben hatte, jedoch Konkurs anmelden, sein Warenlager wurde durch einen Konkursverwalter verkauft, das Wohn- und Geschäftshaus mit Hofraum, 2,91 Ar Größe, Nutzungswert 9500 Mark, stand vor der Zwangsversteigerung. Der Hansa (-Kinematograph) bezog vermutlich das leerstehende Ladenlokal.
Projektionstechnik
unbekannt
Begleitung der lebenden Photographien
1910er Jahre: Kinokapelle, Klavier, Geige
Programm
folgt
Schließung
Vermutlich wurde das Reform-Theater um 1935/36 geschlossen.
Quellen:
1 Grevens Adreßbuch für Köln und Umgegend, insbesondere auch Mülheim a. Rh. und Kalk/55.1909
2 Bruno Fischli, Hrsg.Vom Sehen im Dunkeln, S.54