Joseph Erpelding
Begründer des Volkskinematographen
ZurückDer aus Geseke stammende ca. 1863 geborene Kaufmann und Kolonialwarenhändler Joseph Erpelding heiratete 1902 in zweiter Ehe Louise Graeff aus Köln-Deutz1. Erpelding betrieb das Zentral-Kaufhaus Erpelding auf der Leyendecker Straße 75 in Ehrenfeld. Anfang 1907 erwarb er ein Ladenlokal auf der Venloer Straße 350, Ecke Dechenstraße. Nachdem er dort anfänglich ein familienfreundliches Puppentheater (Hänneschen-Theater) eröffnen wollte, entschied er sich kurze Zeit später für den Betrieb eines, gegenüber den etwas elitär wirkenden biographischen Instituten der Kölner Innenstadt, volksnahen und familienfreundlichen Kinos, des Ehrenfelder Volks-Kinematographen.
Daneben war Erpelding kurzzeitig Betreiber des Edison-Theaters auf der Severin-Straße und mit seinem Kompagnon vom Volkstheater, dem Gastwirt Joseph Kühbach Betreiber des Rheingold-Theaters in Köln-Mülheim.
Nachdem Erpelding am 31.Oktober 1910 mit 47 Jahren früh verstarb2, führte seine Witwe das Ehrenfelder Volkstheater noch einige Zeit weiter. Joseph bzw. Louise Erpelding hatten im März 1910 auch eine behördliche Genehmigung zum Betrieb eines Kinematographen-Theaters in der Neusser Straße 315 erwirkt. Louise Erpelding eröffnete dort das Central-Theater Nippes. 1912 verkaufte sie den Betrieb an Reinhard Adolfs, der zu dem Zeitpunkt das Biophoto-Theater auf der Neusser Straße 257 betrieb. Adolfs eröffnete dort 1912 das Jugend-Cinema.
Quellen:
1 Civilstand Köln 1902
2 Standesamt Köln-Ehrenfeld 1910