Corso-Lichtspiele
Hauptstraße 145-147
ZurückBetreiber
- 1911 Wilhelm Nießen
- 1912-1913 Max Cohen
- 1915 Gustav Muhlack & Georg König
- 1925 - 1933 Heinrich Klumb
- 1934 - 1937 August Basten
- 1937 Werner Hürfeld
- 1938-1942 Theo Kopp/ Frau Theo Kopp
- 1949-1967 Geschwister Schwarze
- 1968-1983 Josef Hütten & Co KG
- 1983-1987 Hans Traum
Kinoname
Corso Lichtspiele = Lichtspielhaus auf der Hauptstraße
Eröffnung
1911
Ort
1910 wohnte Nießen auf der Hauptstraße 145-147 (nun umbenannt in Kalker Hauptstraße) und eröffnete dort die Corso-Lichtspiele.
Projektionstechnik
- 1937 AEG Projektoren, Klangfilm Tonanlage und Diabildwerfer
- 1958 zwei Bauer B14 35mm-Projektoren, geeignet für Cinemascope, der linke ausgestattet mit Bauer Dia-Ansatzgerät mit Buchblende der Kölner Firma KIWE.
Begleitung der lebenden Photographien
unbekannt
Tontechnik
- 1958 Klangfilm Eurodyn-Lautsprecheranlage, Klangfilm Einkanal-Lichtton-, Vierkanal-Magnettonanlage
Programm
folgt
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
Anfang 1920 werden die Corso Lichtspiele zu einem von drei Stadtteilkinos der Städtischen Lichtspiele.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw
1949 Wiedereröffnung nach dem Krieg
Am 4. November 1949 wird der von den neuen Pächtern (Geschwister Schwarze) gestellte Antrag auf eine Betriebslizenz für das Corso von Kulturamt und britischer Militärregierung bewilligt3.
1957 - Schließung und Abriss
Abriss des alten Gebäudes zugunsten der Verbreiterung der Kalker Hauptstraße.
1958 - Wiedereröffnung
Neueröffnung der Corso-Lichtspiele im vergrößerten Neubau,mit großem, aufwendig ausgestattetem Kinosaal.
1970er Kostengünstige Saalvermehrung - Das Studio im Corso
Ende der 1970er Jahre läßt Josef Hütten zusätzlich zum Hauptsaal in einem ungenutzten Büro/Aufenthaltsraum ein kleines ‚Studio‘-Schachtelkino mit ca. 38 Sitzen einrichten.
Im Studio wurden nach Aussage der Tochter des damaligen Hausmeisters Giallos, Sandalenfilme, Spaghetti-Western, Eastern und später Softpornos gezeigt.
Während der Bergung des vorhandenen Equipments haben wir die vielleicht letzte Möglichkeit genutzt, das von Wasserschäden gezeichnete „Studio“ bzw. was davon noch übrig war in diesem Exkurs zu dokumentieren.
Umnutzung des Kinos 1987
Letzter Betreiber des Corso vor der Schließung war die Hans Traum GmbH. Am Ende soll im Corso noch Gebäck verkauft worden sein. Wir fanden den zu diesem Zweck genutzten Backautomaten im ungereinigten Zustand im Projektionsraum des Studios.
Nach der Schließung ca. Juli 1987 belegen ein Lebensmittel-Discounter und eine Spielhalle weite Teile des Hauptsaals.
Quellen:
1https://www.koeln-im-film.de/datenbank/kinos-a-z/detail/28
2http://www.allekinos.com/KOELNCorso.htm
3Bruno Fischli,„Vom Sehen im Dunkeln“, S.71, S.76, S.162 Köln 1999