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Corso-Lichtspiele

Hauptstraße 145-147

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Betreiber

Kinoname

Corso Lichtspiele = Lichtspielhaus auf der Hauptstraße

Eröffnung

1911

Ort

1910 wohnte Nießen auf der Hauptstraße 145-147 (nun umbenannt in Kalker Hauptstraße) und eröffnete dort die Corso-Lichtspiele.

Projektionstechnik

Begleitung der lebenden Photographien

unbekannt

Tontechnik

Programm

folgt

Corso Werbung
Werbung für die Veranstaltung „Köln im Film“ in den Corso-Lichtspielen mit Gesangseinlage des Solo-Quartetts „Sangeslust“ in: Rheinische Volkswacht v. 25.05.1922 Nr.221
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Anfang 1920 werden die Corso Lichtspiele zu einem von drei Stadtteilkinos der Städtischen Lichtspiele.

Programmwerbung für das Viktoria Theater Kölner Local-Anzeiger v.02.Dezember 1908
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

1949 Wiedereröffnung nach dem Krieg

Am 4. November 1949 wird der von den neuen Pächtern (Geschwister Schwarze) gestellte Antrag auf eine Betriebslizenz für das Corso von Kulturamt und britischer Militärregierung bewilligt3.

1957 - Schließung und Abriss

Abriss des alten Gebäudes zugunsten der Verbreiterung der Kalker Hauptstraße.

1958 - Wiedereröffnung

Neueröffnung der Corso-Lichtspiele im vergrößerten Neubau,mit großem, aufwendig ausgestattetem Kinosaal.

1970er Kostengünstige Saalvermehrung - Das Studio im Corso

Ende der 1970er Jahre läßt Josef Hütten zusätzlich zum Hauptsaal in einem ungenutzten Büro/Aufenthaltsraum ein kleines ‚Studio‘-Schachtelkino mit ca. 38 Sitzen einrichten. Im Studio wurden nach Aussage der Tochter des damaligen Hausmeisters Giallos, Sandalenfilme, Spaghetti-Western, Eastern und später Softpornos gezeigt.

Reklameschild Studio im Corso
Werbung für das Studio im Corso

Während der Bergung des vorhandenen Equipments haben wir die vielleicht letzte Möglichkeit genutzt, das von Wasserschäden gezeichnete „Studio“ bzw. was davon noch übrig war in diesem Exkurs zu dokumentieren.

Umnutzung des Kinos 1987

Letzter Betreiber des Corso vor der Schließung war die Hans Traum GmbH. Am Ende soll im Corso noch Gebäck verkauft worden sein. Wir fanden den zu diesem Zweck genutzten Backautomaten im ungereinigten Zustand im Projektionsraum des Studios.

Fortuna Backmaschine im Corso
Fortuna Backautomat im Projektionsraum des Studios. Oben rechts sieht man übrigens den Holzrahmen und ein Teil des Fensters, durch das der nicht mehr vorhandene Studio-Projektor das Bild auf den im Nebenraum befindlichen Spiegel projeziert hat.

Nach der Schließung ca. Juli 1987 belegen ein Lebensmittel-Discounter und eine Spielhalle weite Teile des Hauptsaals.

Foto Kalker Hauptstraße
Das Gebäude der Corso-Lichtspiele heute.

Quellen:
1https://www.koeln-im-film.de/datenbank/kinos-a-z/detail/28
2http://www.allekinos.com/KOELNCorso.htm
3Bruno Fischli,„Vom Sehen im Dunkeln“, S.71, S.76, S.162 Köln 1999